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Was Sie beim Kauf von gebrauchten Wohnmobilen beachten sollten

Reisen mit dem Wohnmobil ist durch Corona immer beliebter geworden. Um im Sommer und Winter möglichst autark zu reisen, mieten sich viele ein mobiles Zuhause oder kaufen sogar ein Wohnmobil- oder Caravan-Model. Besonders gebrauchte Wohnmobile sind sehr gefragt und in großer Auswahl auf einem zunehmend wachsenden Markt zu finden. Wir sagen Ihnen, was Sie bei Besichtigung und Kauf beachten sollten.

Ob gebraucht oder neu – vor jedem Wohnmobilkauf sollten Sie sich grundlegend klar werden, was Ihnen an einem Wohnmobil wichtig ist und wie Sie es nutzen möchten. Überlegen Sie, ob Sie nur in den Sommermonaten oder auch in der kalten Jahreszeit reisen möchten, ob Sie eher auf Campingplätzen oder frei stehen wollen, wieviel Personen mit Ihnen reisen und wieviel Komfort Sie brauchen. Damit decken Sie die wichtigsten Faktoren ab, um das richtige Modell für Ihre Ansprüche zu finden.

Fündig werden Sie beim lokalen Wohnmobilhändler, in Online-Portalen wie mobile.de, autoscout24.de oder ebay Kleinanzeigen, in Zeitungsanzeigen oder beim Privatverkäufer. Grundsätzlich ist der Kauf beim Autohändler immer am ratsamsten, da Sie eine Gewährleistung erhalten, das Fahrzeug meist noch einmal durchgecheckt wurde und Sie das Modell mit eigenen Augen besichtigen können. Nachteil ist, dass der Preis beim Händler oft höher ausfällt als beim Privatverkäufer.

Wohnmobile vom Privathändler punkten also häufig mit einem besseren Preis und lohnen sich besonders, wenn Sie ein älteres Modell suchen. Achten Sie aber darauf, dass Sie sich trotz fehlender Gewährleistung absichern lassen. Fragen Sie den Privatverkäufer nach Schäden, Unfällen oder Problemen und halten Sie diese schriftlich im Kaufvertrag fest. Sollte der Verkäufer Punkte verschweigen, können Sie das im Schadensfall nachweisen und den Vertrag anfechten.

Umfassender Check bei der Besichtigung 

Erster wichtiger Punkt sowohl beim Händler als auch beim Privatverkäufer ist die Prüfung aller wichtigen Papiere und Dokumente. Vom TÜV wird empfohlen, das Serviceheft zu checken, ob alle Kundendienste gemacht wurden und den Prüfbericht der letzten Hauptuntersuchung zu lesen und sich gegebenenfalls Reparaturechnungen zeigen zu lassen. Auch das Erfragen der Vorbesitzer und der Unfallfreiheit ist wie erwähnt vor allem beim Privathändler wichtig.
Überprüfen Sie zudem in den Papieren, ob die Gasprüfbescheinigung vollständig ist und in regelmäßigen Abständen eine Dichtigkeitsinspektion durchgeführt wurde. Vor allem letztere ist wichtig, da Feuchtigkeitsschäden das Fahrzeug nachhaltig schädigen können und meist nur mit hohem Kostenaufwand beseitigt werden können.

Damit kommen wir zur technischen Inspektion des Wohnmobils. Neben dem Prüfen einer regelmäßigen Dichtigkeitsinspektion ist es wichtig, einzelner Bereiche vor Ort zu checken. Kontrollieren Sie die Dichtungen an Fenster und Türen und untersuchen Sie die Duschwanne auf sichtbare Schäden. Nehmen Sie bereits einen muffigen Geruch war oder entdecken Sie sogar Schimmel, sollten die Alarmglocken klingeln. Hier besteht bereits ein Feuchtigkeitsschaden.

Kontrollieren Sie weiterhin das Fahrzeug auf Schäden an der Karosserie, am Chassis und am Dach und prüfen Sie, ob es Anzeichen für Rostschäden oder morsches Holz gibt und ob das Dach bemoost ist. Wichtig ist zudem die Kontrolle sämtlicher elektrischer Funktionen wie Licht, Heizung, Gas- und Wasseranlage, Kühlschrank, Kocher oder Kontrollbord. Werfen Sie auch einen genauen Blick auf die Bordbatterie. Es sollten keine Risse oder Säureausblühungen zu entdecken sein und das dazugehörige Ladegerät muss vorhanden sein.

Wichtiger Kontrollpunkt ist die Umweltplakette. Ältere Wohnmobile haben zum Teil nur eine rote oder gelbe Plakette und können damit durch viele deutsche Städte nicht mehr fahren. Zudem gehört zum Wohnmobil-Check die Reifenkontrolle. Prüfen Sie die Profiltiefe, das Alter der Reifen und das Vorhandensein von Winterreifen. Auch alle vorhandenen Möbel sollten mit ihren Scharnieren, Zugmechanismen und Schlössern funktionieren. Ebenfalls achten sollten Sie auf die Ausstattung. Sie sollte genügend Sitz- und Schlafplätze für Ihre Ansprüche bieten, da eine Nachrüstung gerade bei älteren Modellen schwierig ist.

Mit einer Probefahrt sollten Sie abschließend Gewissheit bekommen, ob sich der Kauf lohnt. Prüfen Sie beim Fahren alle wichtigen Funktionen wie Bremsen, Kupplung und Gangschaltung und achten Sie darauf, wie sich der Motor anhört. Am besten Sie fahren auch über unterschiedliches Gelände und entlang kurvige Strecken, um die Steuerfähigkeit zu testen.

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